Ist Ihnen schon einmal ohne Grund der Empfang auf Ihrem Telefon ausgefallen, woraufhin Sie eine Flut von E-Mails mit der Aufforderung zum Zurücksetzen Ihres Passworts erhalten haben?
Wenn ja, waren Sie möglicherweise das Ziel eines SIM-Swapping-Angriffs: ein Cyber-Betrug, bei dem Identitäten gestohlen, Bankkonten geleert und das Online-Leben übernommen werden.
Aber keine Sorge. Mit ein paar cleveren Tricks (und etwas Hilfe von Ihrem Mobilfunkanbieter) können Sie sich und Ihre Telefonnummer wie ein digitaler Ninja schützen. Lassen Sie uns eintauchen.
SIM-Tausch (auch als SIM-Hijacking bezeichnet) liegt vor, wenn ein Cyberkrimineller Ihren Mobilfunkanbieter dazu bringt, Ihre Telefonnummer auf seine eigene SIM-Karte oder sein eigenes Gerät zu übertragen.
Sobald sie Ihre Nummer kontrollieren, können sie möglicherweise SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)-Codes und greifen Sie auf Folgendes zu:
Es ist, als würden Sie einem Dieb die Schlüssel zu Ihrem digitalen Königreich geben.
Die gute Nachricht: Die US-Fluggesellschaften legen endlich nach.
Nach zunehmenden Berichten über SIM-basierten Betrug bieten AT&T, Verizon, T-Mobile und sogar Mint Mobile jetzt benutzergesteuerten SIM-Schutz an, d. h. Sie entscheiden, wann und wie Ihre SIM-Karte gewechselt werden kann.
Hier erfahren Sie, was jeder Anbieter anbietet und wie Sie diesen Schutz aktivieren können.
Verizon: SIM-Schutz und Nummernsperre
Verizon bietet Ihnen zwei großartige Funktionen:
So schalten Sie es ein:
T‑Mobile (und Metro by T‑Mobile): Verbesserte SIM-Sicherheit
T-Mobile hat sein SIM-Schutzsystem im Jahr 2025 überarbeitet und bietet nun:
Dieses Upgrade gibt dem Benutzer die Kontrolle, es gibt keinen Schutz mehr, der nur auf das Backend beschränkt ist.
Mint Mobile: Nummernsperre
Sogar Mint Mobile bietet jetzt Schutz:
Hinweis: Einige Benutzer berichten, dass Social-Engineering-Angriffe diese Schutzmaßnahmen dennoch umgehen. Dies ist zwar hilfreich, sollte aber nicht Ihre einzige Verteidigungslinie sein.
AT&T: Sperren und Übertragen des Mobilfunkkontos
AT&T hat hinzugefügt:
Aktivierung: MyAT&T-App unter „Wireless Account Lock“.
Profi-Tipp: Aktivieren Sie die Sperre nach jeder Änderung sofort wieder.
Selbst mit Netzbetreiber-Schutzmaßnahmen finden Kriminelle immer noch Möglichkeiten, Supportmitarbeiter auszutricksen oder Insider-Zugriff zu erkaufen. So stärken Sie Ihre Abwehrmaßnahmen:
1. SIM-Lock-Einstellungen aktivieren (Heute!)
Sperren Sie Ihre SIM-Karte und Ihre Nummer über die App oder Website Ihres Mobilfunkanbieters. Dies ist der erste und einfachste Schritt in Richtung Sicherheit.
2. Legen Sie eine SIM-PIN auf Ihrem Telefon fest
Dies unterscheidet sich von Ihrem Bildschirmpasswort. Eine SIM-PIN blockiert den Zugriff, wenn Ihre SIM-Karte physisch entfernt und woanders verwendet wird.
3. Verwenden Sie keine SMS mehr für die Zwei-Faktor-Authentifizierung
SMS-2FA ist leicht abzufangen. Verwenden Sie stattdessen:
Diese können nicht allein mit einer Telefonnummer gekapert werden.
4. Achten Sie auf Carrier-Warnungen
Wenn Ihr Mobilfunkanbieter Ihnen eine SMS oder E-Mail über eine Änderung der Sicherheitseinstellungen sendet, die Sie nicht angefordert haben, handeln Sie schnell.
5. Sperren Sie Ihre persönlichen Daten
Diese „lustigen“ Social-Media-Quizze, wie zum Beispiel dein königlicher Name (Vorname deines Haustiers + Straßenname), sind eine wahre Goldgrube für Hacker. Sie imitieren Sicherheitsfragen, die zum Zurücksetzen deiner Konten verwendet werden. Vermeide sie wie die Pest.
Pro Tip:
Ihr „Zauberername“ ist Ihr Bankkonto nicht wert.
6. Übernehmen Sie in einem Passwort-Manager gespeicherte Passkeys.
Wechseln Sie zu Passkey-Authentifizierung Dadurch entfällt die Notwendigkeit von Benutzernamen und Passwörtern in Kombination mit MFA jeglicher Art. Der gesamte Authentifizierungsprozess wird durch eine Methode ersetzt, die genauso stark ist wie Benutzername + Passwort + sichere MFA. Genau! Das ist die Zukunft der starken Authentifizierung.
Passkeys sind ein moderner Ersatz für Passwörter, Und sie das Risiko einer Übernahme von SIM-Swap-Konten deutlich reduzieren. Hier die Gründe:
Keine abzufangenden SMS-Codes: Passkeys basieren auf Public-Private-Key-Kryptographie und sind gebunden an Ihre Gerät or Biometrie (z. B. Face ID, Fingerabdruck).
Sie können nicht gephisht oder wiederverwendet werden: Ein Passkey funktioniert nur von Ihrem Gerät aus und nur mit der Original-Site/-App.
SIM-Tausch ist irrelevant: Die Kontrolle Ihrer Telefonnummer nützt dem Angreifer nichts, wenn Ihre Konten nicht auf SMS basieren.
SIM-Swapping ist keine bloße hypothetische Bedrohung, sondern passiert den Menschen jeden Tag.
Glücklicherweise bieten die Netzbetreiber jetzt die nötigen Mittel zur Gegenwehr an, allerdings nur, wenn Sie diese aktivieren.
Denken Sie also daran:
Die Macht, Ihr digitales Leben zu schützen, liegt buchstäblich in Ihren Händen.
Quellen und weiterführende Literatur:
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