
Cyberkriminelle haben einen Weg gefunden, Tausende Firewalls von Palo Alto Networks zu hacken. Über 2,000 Geräte wurden durch zwei neu entdeckte Schwachstellen kompromittiert. Diese ermöglichen es Angreifern, die volle Kontrolle über die betroffenen Firewalls zu erlangen.
Lassen Sie uns dies aufschlüsseln und untersuchen, wie es dazu kam, warum es wichtig ist und wie Sie Ihre Systeme schützen können.
Hacker nutzten zwei Sicherheitslücken in den Firewalls von Palo Alto Networks aus. Diese Schwachstellen, genannt Zero-Day-Schwachstellen, sind Schwachstellen, die entdeckt werden, bevor das Unternehmen sie beheben kann. Die Schwachstellen sind:
Diese Schwachstellen wurden letzte Woche offiziell bekannt gegeben, nachdem sie am 8. November von Palo Alto Networks gemeldet wurden. Hacker nutzten sie zusammen, um eine Exploit-Kette, wodurch sie die vollständige Kontrolle über die Geräte erhalten.
Die Angreifer nutzten anonyme VPN-Dienste um ihre Identität zu verbergen. Ihr Ziel waren die Web-Management-Oberflächen der Firewalls, also die Bedienfelder, die Administratoren zur Verwaltung der Firewalls verwenden.
Sobald sie sich Zugang verschafft hatten, verbreiteten sie Schadsoftware und führten gefährliche Befehle aus. Shadowserver, eine kostenlose Plattform zur Bedrohungsüberwachung, bestätigte, dass bisher über 2,000 Geräte kompromittiert wurden.
Firewalls schützen Ihr Netzwerk, indem sie unbefugten Zugriff blockieren. Wenn Angreifer die Kontrolle über Firewalls erlangen, können sie:
Aus diesem Grund wurden diese Schwachstellen als „kritisch“ eingestuft.
1. Maßnahmen der Regierung:
Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat diese Schwachstellen in ihre Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV).. Bundesbehörden müssen betroffene Systeme bis zum 9. Dezember patchen.
2. Antwort von Palo Alto Networks:
Das Unternehmen forderte seine Kunden dringend auf, den Zugriff auf die Verwaltungsschnittstellen der Firewalls einzuschränken. Außerdem empfahl es, die Software umgehend zu aktualisieren, um die Schwachstellen zu beheben.
3. Laufende Untersuchung:
Palo Alto Networks untersucht den Angriff und bestätigte, dass bereits öffentliche Exploit-Tools verfügbar sind. Dies erhöht das Risiko weiterer Angriffe.
Wenn Ihre Organisation Firewalls von Palo Alto Networks verwendet, führen Sie die folgenden Schritte aus, um sie zu sichern:
Palo Alto Networks arbeitet an der Lösung des Problems und hat Richtlinien zur Sicherung von Firewalls veröffentlicht. Die Verfügbarkeit öffentlicher Exploit-Tools bedeutet jedoch, dass das Risiko nicht so schnell verschwinden wird. Unternehmen müssen schnell handeln, um ihre Netzwerke zu schützen.
Dieser Vorfall ist eine ernüchternde Erinnerung daran, wie wichtig es ist, Systeme auf dem neuesten Stand zu halten und bewährte Verfahren zur Cybersicherheit zu befolgen, beispielsweise den Schutz aller administrativen Zugriffe auf eingeschränkte interne Netzwerke (nicht einmal VPNs!). Firewalls sind die erste Verteidigungslinie Ihres Netzwerks, und ihre Kompromittierung kann verheerenden Angriffen Tür und Tor öffnen.
Warten Sie nicht, bis Hacker zuschlagen. Patchen Sie Ihre Systeme, sichern Sie Ihren Zugriff und bleiben Sie Cyberbedrohungen immer einen Schritt voraus.
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